Weizen – der silent Killer!?

Es gibt eine Theorie, die besagt, dass Weizen der sogenannte “silent killer” ist. Diese Theorie basiert auf der Annahme, dass der moderne gen-veränderte Weizen und glutenhaltige Lebensmittel für eine Vielzahl von Gesundheitsproblemen verantwortlich sein könnten. Es gibt jedoch keine eindeutigen wissenschaftlichen Beweise, die diese Behauptungen unterstützen. Allerdings weisen fast alle naturheilkundlich tätigen Ärzte und Heilpraktiker darauf hin.

Einige Befürworter dieser Theorie argumentieren, dass Weizen und Gluten Entzündungen im Körper fördern, den Blutzuckerspiegel erhöhen, zu Gewichtszunahme und Verdauungsproblemen führen können. Sie behaupten auch, dass Weizen für Krankheiten wie Zöliakie, Weizenallergie, Reizdarmsyndrom und sogar psychische Störungen verantwortlich sein kann.

Es ist wichtig anzumerken, dass Zöliakie eine tatsächliche medizinische Erkrankung ist, bei der das Immunsystem auf das in Weizen enthaltene Gluten negativ reagiert. Menschen mit Zöliakie müssen glutenhaltige Lebensmittel, einschließlich Weizen, vollständig meiden. Für sie kann Weizen tatsächlich schädlich sein.

Jedoch vertragen die meisten Menschen Weizen und glutenhaltige Lebensmittel ohne Probleme. Wobei sich die Frage stellt, was denn bedeutet, wenn man von „vertragen“ spricht. Ist es lediglich klinische Symptomlosigkeit? Oder… ja, was ist es denn?

Es gibt keine wissenschaftlichen Beweise dafür, dass Weizen per se ein “silent killer” ist oder dass er für die breite Bevölkerung schädlich ist. Aus der empirischen Erfahrungsmdeizin wissen wir jedoch, dass 60% der Menschen Weizen problemlos vertragen, 40% jedoch nicht.

Und zu diesen 40% gehöre ich!

Diese allgemeinen Ausführungen muss ich allerdings noch mit sehr persönlichen Erfahrungen ergänzen:

Wir haben in unserer Zahnarztpraxis eine erhebliche Anzahl amerikanischer Patienten. Das sind pro Quartal zwischen 200 und 400 Patienten. Also keine vernachlässigbare Größe. Etwa die Hälfte dieser Patienten über 30 Jahre alt benötigt Blutdrucksenker, hat einen Diabetes Typ II oder nimmt Betablocker. Dies ist bei unseren deutschen Patienten völlig anders, weil wesentlich geringer. Der wesentliche Unterschied in der Ernährung ist u.a., dass es in den USA extrem schwer und sehr kostspielig ist, weizenfrei zu leben. Wer das nicht glaubt, dem empfehle ich mal einen Urlaub in den USA. Und ich habe 42 Bundesstaaten der USA bereist!

Nun ist das kein Beweis, dass Weizen das Problem ist. Aber es ist ein Hinweis, dass das so sein könnte. Daher habe ich vor ca. 6 Jahren meine Ernährung umgestellt auf konsequent weizenfrei und frei von Bäcker-Chemie. Sprich: ich backe selber! Viele meiner Rezepte habe ich von https://www.ploetzblog.de/ und von https://www.marcelpaa.com/ . Natürlich gibt es da jede Menge weizenhaltige Rezepte, aber es gibt auch die anderen! Und viele Tips, wie man z.B. mit Dinkel tolle Ergebnisse erzielen kann!

Nach der Umstellung auf „weizen- und chemiefrei“ verschwanden meine Kniebeschwerden. So wurden aus einem schmerzfreien 10’-Spaziergang heute ein schmerzfreier 4h-Spaziergang! Wenn Du diese Erfahrung gemacht hast, dann ist Dir der wissenschaftliche „Beweis“ egal!

Autor: DRW